Arbeitskreis

24.09.2008
17:30-19:00  
Aufwandsschätzung und Benchmarking durch funktionale Größenbestimmung von Software
Jens Heidrich, Fraunhofer IESE

Veranstaltungsort:
Fraunhofer IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern  
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Inhalt
Aufwandschätzungen im Bereich der ingenieurmäßigen Erstellung von Software haben vielfältige Anwendungsbereiche. Mit Hilfe einer zuverlässigen Schätzung können Angebote objektiv beurteilt werden. Es kann entschieden werden, ob ein System selbst entwickelt oder zugekauft werden soll oder auch potentielle Lieferanten ausgewählt werden. Darüber hinaus können Outsourcing-, Offshoring- und Nearshoring-Entscheidungen systematisch unterstützt werden. Eine zuverlässige Schätzmethode ist Grundlage für die Erstellung wettbewerbsfähiger Angebote und realistischer, frühzeitiger Kalkulationsgrundlagen. Sie dient als Verhandlungsbasis und Argumentationshilfe und unterstützt Entscheidungen über Auftragsannahmen oder -ablehnungen. Nicht zuletzt wird effektives Projektmanagement erleichtert und eine nachvollziehbare Grundlage zur Ressourcenplanung und Fortschrittskontrolle geliefert.

Es existieren eine ganze Reihe von Ansätzen zur Aufwandsschätzung von Software-Projekten. Von diesen haben nur wenige eine praktische Relevanz erreicht. Gesucht ist deshalb ein Maß und ein Vorgehen, in dem der Umfang der Software objektiv gemessen wird, früh in der Entwicklung angewendet werden kann, für einen Benchmark geeignet ist und unabhängig von der Implementierung ist (z. B. Software-Architektur, Programmiersprache, Werkzeuge). Ein verbreiteter Ansatz für die Aufwandsschätzung ist die Kombination aus funktionaler Umfangsbestimmung mit Hilfe von Function Points und dem Einsatz einer Projektdatenbank wie der International Software Benchmarking Standards Group (ISBSG) zur Ermittlung der durchschnittlichen Produktivität (Function Point pro Stunde) und damit der Schätzung des durchschnittlichen Aufwands. Die Function Point Methode ist ein Ansatz zur Bestimmung des Umfangs eines Software-Systems aus Benutzersicht. Das heißt, es wird die vom Benutzer geforderte Funktionalität bestimmt. Dieses Maß ist somit unabhängig von der für die Implementierung verwendeten Technologie. Dieser Ansatz hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, und es gibt verschiedenste Ausprägungen und Versionen.

Der Vortrag vermittelt die Grundlagen funktionaler Größenbestimmung von Software entsprechend der International Function Point User Group (IFPUG) und der darauf basierenden Aufwandsschätzung bzw. Benchmarking-Analyse mit Hilfe der ISBSG-Projektdatenbank. Zusätzlich zur Umfangsbestimmung und Aufwandsschätzung werden Risiken oder Einflussfaktoren identifiziert, die den durchschnittlichen Aufwand erhöhen oder reduzieren können. Im Vortrag werden darüber hinaus praktische Beispiele mit Hilfe des ISBSG-Toolsets durchgespielt.

Zielgruppe
Controller, Projekt-Manager und Entscheidungsträger


Die Präsentation des Vortrages finden Sie ca. drei Tage nach der Veranstaltung hier.


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